Blog Verschmelzung

Hallo, liebe Weggefährten:)

Aufgrund der Ähnlichkeit meiner beiden Blogs und der Einfachheit halber, wird der Alltagsblüten Blog mit Monoparental verschmelzen.

Sie wagen sich also zusammen zu ziehen. Verlobt, sozusagen.
Wer weiß, vielleicht gibt es bald eine Hochzeit:D

Wir freuen uns, wenn Ihr uns über Monoparental weiter folgt, & oder über  das soziale Netzwerk🙂

Da die Alltagsblüten ausziehen, gibt es nun ein leeres Zimmer, dass wir für Genüsse des Ruhrgebiets nutzen werden, sofern ich Zeit & Muße habe.

Viele liebe Grüße

Nora

 

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Das Grauen hat einen Namen: Puffreis

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„Hier Mama, probier‘ mal!“ solche Aussagen sind erfahrungsgemäß oft gefährlich, denke ich Zugleich bin ich aber erfreut darüber, dass der Jung meine Kritik vom Vortag angenommen hat und heute scheinbar bereit ist, zu teilen.
So greife ich aus Gründen der Wertschätzung zu. Der Nachbar hat ihm eine Tüte Puff Reis geschenkt.
Ich kenne Puff Reis noch aus meiner Kindheit in den 80ern, greife zu und werfe einige dieser verführerisch bunten Perlen in den Mund…

In meinem Mund zieht sich alles zusammen, ich glaube meine Geschmacksknospen explodieren. Sauer, süß und ekelhaft, irgendwie reizend oder gar ätzend? Ich muss es ausspucken. „Ist das abartig.“ sage ich laut.

Die knalligen Farben dieser Süßigkeit sollten einen Menschen mit Verstand vor dem Kosten bewahren. Über diesen widerlich künstlichen Geschmack hinweg habe ich nun meinen Verstand verloren. Das man sowas legal erwerben darf…

Verstört blickt Max mich an, dann sieht er unsicher in die volle Schale Puff Reis. Dann fragt er:
„Mama, findest du das ekelhaft?“
„Ja, ziemlich. Du isst so viel Obst, mich wundert, dass dir das schmeckt.“ antworte ich.

Er stellt die Schale im Flur ab und geht ins Wohnzimmer.
Am nächsten Tag hab ich seinen Puff Reis entsorgt.

Danke, dass Sie mich nicht platt fahren

Wann ungefähr hat sich das Bedanken der Fußgänger am Zebrastreifen etabliert?
Dieses devote Dankeschön des Schwächeren Glieds im Straßenverkehr an den stärkeren Verkehrsteilnehmer. In der Regel vermittelt per Handzeichen; über ein dankbares Nicken, oder mittels einem würdigenden Grinsen.

Irre ich, wenn ich meine, das solches Verhalten noch vor einiger Zeit nicht vorherrschte?

Ich halte grundsätzlich an Fußgänger Überwegen an. Selbst wenn jemand nur ansatzweise im Begriff ist auf den Zebrastreifen zu zugehen, halte und warte ich.
Ich bin verpflichtet zu halten! Die Straßenverkehrsordnung schreibt es vor. Es ist Gesetz und wird bei Mißachtung mit einem nicht zu knappen Bußgeld bestraft.

Diese neue Dankbarkeit jedoch ist irgendwie abartig.
Ich bedanke mich nie als Fußgänger am Fußgängerüberweg, dafür, dass man mich nicht platt fährt. Seitdem mir auffällt, wie viele es tun, erst Recht nicht.

Jene pseudo fußfällige Verbundenheit ist meines Erachtens ein Spiegel unserer unterwürfigen Gesellschaft.
Sie bedankt sich für etwas Selbstverständliches.
Wofür Senioren früher Autofahrer bei Ignoranz dieser Regelung  mit Stock und Schirm gesteinigt hätten, lässt die neue Generation sich zu Kniefällen auf der Dickstrichkette herab, weil sie nicht umgenietet werden.

Sind es gar Erfahrungswerte, die Bürger so handeln lassen?
Oder ist seitens der Autofahrer die Skrupellosigkeit gestiegen und die Rücksichtnahme vom Aussterben bedroht?
Möglicherweise übersehe ich auch die neue Freundlichkeit des Gutmenschen, die zu übertriebenem Dank verführt.
Gemessen an der Zahl der vegan -und vegetarisch Lebenden wundert es mich nicht, dass das Hippiehafte Verhalten langsam im Straßenverkehr invadiert.

Kein Applaus für Einhaltung von Regeln! Ich bedanke mich auch nicht, wenn ein anderer Fahrer das  Rechts vor Links Gebot einhält. Fußgänger an grünen Ampeln bedanken sich beim Linksabbieger ebenso nicht, wenn er wartet.

Massiv auf,fällt mir, dass sich heutzutage nur noch Wenige bedanken, lässt man sie ohne Gesetzesvorlage „dazwischen“, gewährt Vorfahrt wenn man es nicht müsste, oder bremst ad hoc ab, weil wer anders unachtsam ist.
Entschuldigen und bedanken wenn es nötig wäre, scheint eher unbeliebt geworden. Während keiner mehr das „Hindernis auf eigener Seite“  erkennt und riskante Überholmanöver riskiert, genießt er am FGÜ, dass Spaziergänger einen Knicks machen und sich wohlwollend bedanken.

 

 

Orangenhaut hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum

Neulich war ich in dem Designer Store“Takko Mode“ und probierte in der Umkleide eine kurze Hose an, oder Shorts, wie sie neuerdings heißen. Danach verließ ich heulend und frustriert in Windeseile das Geschäft.
Na gut,geweint habe ich natürlich nicht. Nur innerlich.
Frustriert war ich dennoch. Über die scheinbare Alpenlandschaft unter meinem Hintern und die Orangenhaut am an meinem gesamten Körper.
Was zu Hause aussieht wie ein frischer Pfirsich wirkt im Handel, wie eine Orange über Haltbarkeitsdatum. Diese Tatsache verhält sich gewöhnlich eher anders herum. Was im Geschäft frisch und knackig aussieht; ist zu Hause optisch plötzlich gammelig.
Warum kann das Verhältnis bezüglich zu Hause und Geschäft nicht umgekehrt sein? Das Licht ist Schuld. Und nur das Licht. Diese verdammten Neonröhren.
Sie scheinen einen Einblick zur latent vorhandenen Cellulite zu bieten. Die bereits vorhandene hebt es unübersehbar hervor.
An meinen Beinen ist natürlich keine vorhanden:P Vermutlich ist es dazu noch eine Prognose. Schau her, so könnte es bei gleichbleibender Ernährung und Aktivität in naher Zukunft aussehen.

Später bei H&M war ich versucht, gar nicht anzuprobieren. Dort diente das grelle, künstliche Licht in der Vergangenheit auch nicht der Umsatzsteigerung.
In dem neuen „Store“ jedoch gibt es gedämpfteres Licht, dicke Stoffvorhänge und Tapeten in warmen Farben. Wohnzimmer Atmosphäre.
Wären da nicht diese wahnsinnigen Muttis, die ihre Kleinkinder, Babys im Kinderwagen und Hunde mit in die Kabinen nehmen würden. Da sind die eigenen Mal nicht dabei, ich probiere entspannt ein paar Teile an; ohne dass einer immer den Vorhang aufreißt, oder kundtut dass Mamas Hintern wackelt, wenn man ihn anstupst, oder so oft betont, dass es langweilig sei, dass man aus Verzweiflung einfach irgend einen Fehlkauf tätigt; hänge ich die Hälfte unanprobiert zurück.
Diesmal jedoch aus Genervtheit über unerzogene fremde Kinder, deren Mütter keinem Verhalten ihrer Sprößlinge Einhalt gebieten.
„Eltern haben dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht schrill rumschreien“ solche Schilder wären sehr innovativ. In Modegeschäften, Drogeriemärkten, Bars & Restaurants.
Von Neonlicht, über Cellulite zu Laissez-faire Eltern. Darüber lass ich mich bei gegebenem Anlass aus dann gesondert aus.

Bildquelle: http://www.badchashop.de/

Sonntagsessen für Single- Erziehende

Was früher einmal der Braten war, ist heute Pommes Currywurst.
Herrlich fettig, schön nährstoffarm, überaus kalorienreich, absolut unausgewogen und irgendwie widerlich…
Der große Vorteil ist, dass ich Besteck und Teller einfach wegwerfen kann. Yuhu.
Ich liebe es. Vor allem weil es nicht von McDonald’s ist:)

All die weisen, anstrengend- vernünftigen Dinge, die ich während der Woche meinen Kindern predige, vergesse ich an den kindfreien Wochenenden ab freitags nachmittags und hause wie Hempels.

Ich verbreite binnen einer Stunde größeres Chaos als Max und Matilda, erfreue mich wie ein unbeobachtetes Kleinkind daran, leere Bierflaschen, volle Aschenbecher und Essensreste stehen lassen zu können; laut Musik zu hören und ungestört aufs Klo gehen zu dürfen. Welch ein Genuß!

Und plötzlich ist es Sonntag.
So hat auch dieses Chaos seine Schattenseite:

Juanita, unsere imaginäre Haushaltsfee, hat sonntags grundsätzlich frei.

 

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Pro Routierendes Wochentagssystem

Lieber Montag,

Heute fühle ich mich aufgrund des gestrigen Rosenmontags und damit freien Tags, als sei heute Dein Tag. Montag.
Ich bin müde, es regnet, es ist windig und kalt, die Stimmung ist im Keller und ich bin total genervt.
Im Laufe des Tages aber, stelle ich immer wieder fest: Heute ist Dienstag.
Es fühlt sich aber so unwahrscheinlich montagsmäßig an, dass ich weiter denke, es liegt gar nicht an Dir, lieber Montag, dass Du so ein Scheiß Tag bist.
Du bist der erste Tag nach dem Wochenende. Der erste Tag nach zwei freien Tagen. Jede Woche bildest Du den Wochenanfang. Armer Montag. Alle finden dich scheiße.

Der Fairness halber, aus Gründen des Toleranzwahns und wegen des Antidiskriminierungsgesetztes bin ich für ein gerechtes „Routierendes Wochentagssystem!“

Schlaraffenlandpolitik

Frau Von der Leyen, was für eine Leier.
„Wir lassen die Menschen verhungern und wundern uns das diese Menschen zu uns kommen,“kritisiert Lafontaine die Globalpolitik und Von der Leyen weicht süffisant aus, weicht spottend ab…

Wie lange sie alle wohl noch mit dieser gespielt naiven Blindheit durchkommen?
Seehofer spricht aus,was alle denken und die Kanzlerin schweigt, schweigt und versteckt sich hinter einem Laissez-faire Stil, wie ein Student im 1.Semester. Das Ausland lacht uns aus und jeder, der seine neuen Ängste bekundet, ist ein Nazi.
Gehirnwäsche zum Toleranzwahn. Wir werden weich gespült,weil sie selber keinen Plan haben. Hauptsache das Volk hält die Füße still.
Vielleicht erhöht ihr einfach die Einkommensteuer, und die Diäten. Bevor Europa zusammen bricht und selbst die Verteidigungsministerin nicht weiß, was dann passiert.
„Zäune hochziehen ist keine Lösung,“sagt sie. Und dass wir uns alle ausmalen können,was passiert wenn die EU und Schengen scheitert.
Nur sie war in Kunst wohl nicht so gut.

Das Rechtsfahrgebot ist tot

Was ist eigentlich aus dem Rechtsfahrgebot auf deutschen Autobahnen geworden? Die Rücksichtslosigkeit macht auch auf der Autobahn keinen Halt, oder hat sie gar dort angefangen?

In meiner Kindheitserinnerung an den Straßenverkehr sieht es so aus:
Vater bedankt sich per Handzeichen, wird er im Reißverschlußverfahren in eine Lücke gelassen. Vater gewährt auch Rechtsabbiegern Vorfahrt, anstatt Einmündungen im Stau gnadenlos zu zu stehen. Ebenso wartet Vater, hat er ein Hindernis auf seiner Seite.
Zudem gibt er nie nochmal Gas, wenn bereits ein Stau in Sicht ist, um kurz darauf „voll in die Eisen“ gehen zu müssen. Und er fährt auf der Autobahn immer noch rechts wenn die Bahn frei ist.

Diese Erinnerungen scheinen viele Autofahrer meiner Generation nicht zu haben. Die Ignoranz des Rechtsfahrgebots wird meiner Beobachtung zufolge allen gesellschaftlichen Schichten zuteil und von allen Altersklassen gepflegt.
Sonntagsfahrt in der Mitte der A3 Richtung Rhein mit 100 km/h. Mit 40km/h auf die Bahn auffahren, Dauerblinker links, und diese nervösen Lichthuper, die die Autobahn mit ihrem hektischen Blinken in Disco Licht kleiden.

Jeden Morgen fahre ich eine lange Straße hinab, links parken Auto auf der Fahrbahn. Ich überlege ernsthaft eine Statistik zu erstellen und diese dem Ordnungsamt vorzulegen, über die, die hinter dem Hindernis nicht halten und über die, die Vorfahrt erzwingen, und Leben riskieren wenn LKW’s durch Sturheit halb auf den Bordstein gedrängt werden. Die Vorfahrt wird erzwungen. Um jeden Preis. Wo kein Schild, da kein Gesetz.
Und sie sehen sich im Recht. Alle. Immer. Erstmal wird wild gestikuliert. Dann sehe ich wie der Mund des Straßenverkehrsauffälligen weit auf und zu schnappt. Speichel spritzt an seine Scheiben, ich greife schon nach meinem Mobiltelefon um Herzalarm zu melden. Null Reflexion. Nicht eine Sekunde Zweifel am eigenen Verhalten. Opposition deluxe.
Nur selten ganz selten winkt mal einer in Form von „Pardon“ ab, nimmt er mir bei Rechts vor Links die Vorfahrt.

Wenn ich bald reich bin, ziehe ich bei nächster Gelegenheit mit meinem gepanzerten Pick Up einfach durch und mache den Effe. Ich bastel mir ein Demo- Schild „Dummheit schützt vor Strafe nicht,“ das lege ich für Spazierfahrten in meinem Pick Up auf den Beifahrersitz. Weil ich dann wegen Reichtum nicht mehr arbeite, habe ich ausreichend Zeit, die Gesetzte zu hüten, so mime ich den Dorfsheriff für Verkehr.
Je älter ich werde, desto mehr Gesetzeshüter werde ich, könnte man jetzt meinen. Ich stehe aber nicht mit dem Sitzkissen unter den Ellen im offenen Fenster gelehnt und beurteile das Tun der Nachbarn. Das spar ich mir für die Rente auf.
Ich parke verkehrt herum in Fahrtrichtung, halte zu lange im eingeschränkten Halteverbot; und ich kaufe nur Parktickets  in Parkhäusern aus denen man ohne Ticket nicht mehr heraus kommt. Da muß man nämlich erst einmal beweisen, dass das KFZ einem selbst gehört. Mit diesem gepflegten Anarchismus rauche ich an Bahnhöfen auch außerhalb der gelben Kästen, sofern es niemanden belästigt.

Gesetze, die das Leben schützen hingegen, wie ein Rechtsfahrgebot oder der Vorrang des Gegenverkehrs, halte ich dem Allgemeinwohl zuliebe ein. Vielleicht rauche ich in Zukunft auch in dem gelben Kasten.
Rücksichtnahme beginnt im Kleinen, wenn nicht zu Hause, dann vielleicht im Straßenverkehr. Die Gehässigkeit und die Mißgunst der neuen Gesellschaft, dieser Mangel an Liebe im Straßenverkehr ist wohl eher Spiegel der Gesellschaft, nicht Initiator.